Mazda stellt MX-30 R-EV ein: Ein kurzlebiges Experiment mit Rotationsantrieb

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Mazda hat die Produktion des MX-30 R-EV in Europa nach nur zwei Jahren auf dem Markt eingestellt und markiert damit das letzte Kapitel seines ersten Vorstoßes in Elektrofahrzeuge mit einem Wankelmotor zur Vergrößerung der Reichweite. Diese Entscheidung folgt auf die frühere Einstellung des rein elektrischen MX-30 im vergangenen Sommer, wodurch die gesamte MX-30-Reihe praktisch aus dem europäischen Verkauf genommen wurde.

Aufstieg und Fall des R-EV

Der MX-30 R-EV wurde als Brücke zwischen herkömmlichen Verbrennungsmotoren und vollelektrischen Fahrzeugen konzipiert und nutzt einen kompakten Wankelmotor zur Stromerzeugung, wenn die Batterie leer ist. Es gelang ihm jedoch nicht, bei den Verbrauchern nennenswerten Anklang zu finden.

Laut Mazda ist die Einstellung eine Folge von „Verbrauchertrends“ und sich verschiebenden „Produktionsprioritäten“. Die Verkaufszahlen bestätigen dies: Im Vereinigten Königreich wurden nur 678 Einheiten zugelassen, im Vergleich zu 1.872 reinen Elektrofahrzeugen. Auch in den USA hatte das Modell Probleme, wo es ausschließlich in Kalifornien verkauft wurde und 2023 nach etwa 600 Verkäufen eingestellt wurde.

Warum es nicht funktioniert hat

Mehrere Faktoren trugen zum begrenzten Erfolg des MX-30 bei. Die EV-Version hatte im Vergleich zu Wettbewerbern mit praktischeren Spezifikationen eine geringe Reichweite (124 Meilen) und einen hohen Preis. Die R-EV-Variante bot zwar eine größere Reichweite, behielt jedoch die eingeschränkte Praktikabilität des MX-30 bei – insbesondere die halbgroßen Hintertüren, die den Fahrgastkomfort beeinträchtigten.

Das Scheitern des Modells unterstreicht die Herausforderungen von Nischenlösungen für Elektrofahrzeuge in einem Markt, der sich zunehmend auf kostengünstige Optionen mit großer Reichweite konzentriert.

Mazdas zukünftige Elektropläne

Trotz des Schicksals des MX-30 bleibt Mazda dem Elektroantrieb treu. Das Unternehmen wird in diesem Jahr zwei neue Elektrofahrzeuge auf dem britischen Markt einführen: die Limousine 6e und den SUV CX-6e, die beide auf Modellen des chinesischen Unternehmens Changan basieren. Dieser Schritt signalisiert eine Verlagerung hin zur Nutzung von Partnerschaften, um das Angebot an Elektrofahrzeugen zu beschleunigen, da frühere Modelle entweder von Plattformen mit Verbrennungsmotor umgebaut oder von anderen Herstellern lizenziert wurden.

Rotarys Zukunft

Mazda bestätigt außerdem, dass es seine rotierende Range-Extender-Technologie weiterentwickeln wird. Die Konzepte Iconic SP und Vision

Die Einstellung des MX-30 R-EV ist eine klare Botschaft: Mazda richtet seine EV-Strategie neu aus, priorisiert Partnerschaften und verfeinert seine Rotationstechnologie für zukünftige Anwendungen. Das Unternehmen arbeitet außerdem an einer maßgeschneiderten hauseigenen EV-Plattform und signalisiert damit ein langfristiges Engagement für die Elektrifizierung, das über die derzeitige Abhängigkeit von modifizierten ICE-Plattformen oder lizenzierten Designs hinausgeht.