Volkswagen benennt ID.4 in ID um. Tiguan soll Absatz steigern

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Volkswagen wird seinen Elektro-Crossover ID.4 in ID umbenennen. Tiguan, ein strategischer Schritt, der die etablierte Anerkennung seines beliebten benzinbetriebenen Tiguan-Modells ausnutzen soll. Diese Änderung geht mit einem geplanten Facelift des Elektrofahrzeugs einher, das sein Design enger an den konventionellen Tiguan anlehnt.

Warum die Änderung?

Die Entscheidung basiert auf einer einfachen Marketing-Realität: Namensbekanntheit steigert den Umsatz. Während sich der ID.4 gut verkauft, scheint Volkswagen zu glauben, dass die Verbindung der Elektroversion mit seinem bekannten Tiguan-Geschwister mehr Käufer anziehen wird. Die Strategie ist nicht ungewöhnlich; Marken nutzen häufig vorhandenes Eigenkapital, um neue Produkte einzuführen.

Bestätigung und Zeitpunkt

Die Änderung wurde ursprünglich von Automotive News gemeldet und später von der IG Metall, der deutschen Gewerkschaft, die Volkswagen-Arbeiter vertritt, kürzlich auf einer Pressekonferenz bestätigt. Volkswagen selbst lehnte eine Stellungnahme ab, obwohl sich die Beweise häufen. Spionagefotos aktualisierter ID.4-Test-Maultiere zeigen bereits eine Frontpartie, die dem aktuellen Tiguan auffallend ähnelt.

Die umbenannte ID. Der Tiguan wird voraussichtlich Ende 2024 in Europa auf den Markt kommen, der Verkauf in Nordamerika folgt kurz darauf. Die Produktion soll derzeit bis 2031 fortgesetzt werden, was auf ein langfristiges Engagement für die Namensänderung schließen lässt.

Das Gesamtbild

Dieser Schritt unterstreicht einen breiteren Trend in der Automobilindustrie: Autohersteller versuchen, die Lücke zwischen Elektro- und Verbrennungsfahrzeugen zu schließen. Durch die Nutzung bekannter Namen möchte Volkswagen die Zurückhaltung der Verbraucher gegenüber Elektrofahrzeugen verringern. Der langfristige Erfolg dieser Strategie bleibt abzuwarten, aber es ist ein klarer Hinweis darauf, dass der Markenwert im Elektrozeitalter genauso wichtig ist wie zuvor.

Die Umbenennung des ID.4 in den ID. Tiguan unterstreicht eine wichtige Wahrheit: Selbst bei modernster Technologie überwiegen die Wahrnehmung und Vertrautheit der Verbraucher oft die Innovation. Der Schritt von Volkswagen ist eine kalkulierte Wette, dass die Nutzung einer bestehenden, erfolgreichen Marke den Übergang zur Elektromobilität für ein breiteres Publikum erleichtern wird.