Hondas Wiederbelebung des Prelude-Typenschilds kommt mit auffälligem Aussehen und effizienter Hybridleistung daher, rechtfertigt jedoch nicht den Premium-Preis. Während das Auto ein optisch ansprechendes Design und ansprechendes Handling bietet, fühlt es sich letztendlich eher wie ein überentwickelter Civic Hybrid als wie ein echtes Enthusiastenauto an.
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Design und Innenausstattung: Der Konkurrenz einen Schritt voraus
Der neue Prelude zeichnet sich durch eine elegante, moderne Ästhetik aus, die Konkurrenten wie den Toyota GR86 und den Subaru BRZ übertrifft. Das Äußere zeichnet sich durch eine fließende Fastback-Silhouette aus, die durch markante Scheinwerfer und eine dezente Rücklichtleiste akzentuiert wird, die an den Porsche Taycan erinnert. Im Inneren bietet der Innenraum ein komfortables Erlebnis, wobei serienmäßig tiefschwarzes Leder oder eine optionale blau-weiße Farbgebung für einen Hauch von Helligkeit sorgen.
Im Gegensatz zu vielen modernen Autos behält Honda physische Knöpfe für die Klimaregelung bei, eine willkommene Funktion für Fahrer, die eine taktile Rückmeldung dem Vertrauen auf den Touchscreen vorziehen. Allerdings wirkt der 9,0-Zoll-Touchscreen selbst für ein Fahrzeug dieser Preisklasse zu klein und minderwertig, mit einer deutlich verschwommenen Rückfahrkamera. Das digitale Kombiinstrument ist zwar konfigurierbar, wirkt aber eher überladen als intuitiv.
Leistung und Handling: Schwungvoll, aber nicht bahnbrechend
Der 2,0-Liter-Hybridantriebsstrang des Prelude liefert 200 PS und 232 Pfund-Fuß Drehmoment und sorgt für eine flotte Beschleunigung – etwa 6,5 Sekunden auf 60 Meilen pro Stunde. Das Direktantriebs-Hybridsystem liefert sofortiges Drehmoment und sorgt so für eine überraschend kraftvolle Leistung im Off-the-Line-Betrieb. In Kurven zeigt das Auto eine gute Karosseriebeherrschung und eine straffe Zahnstange, sodass das Fahren auf kurvigen Straßen Spaß macht.
Allerdings leidet die Fahrqualität unter der steifen Federung und den Niederquerschnittsreifen, was den Komfort auf langen Fahrten beeinträchtigt. Die simulierten Gangwechsel des „Direktantriebs“-Systems wirken künstlich, da ihnen der Eingriff eines herkömmlichen Getriebes fehlt.
Lärm und Komfort: Ein Grand Tourer mit Kompromissen
Obwohl Honda den Prelude als „Grand Tourer“ vermarktet, dringen Straßen-, Wind- und Reifengeräusche in den Innenraum und erschweren Gespräche. Das Fahrverhalten ist stabil, und das Auto stürzt über unebenes Pflaster, was seine Reiseambitionen zunichte macht. Während der Hybrid-Antriebsstrang ein dezentes Plätschern von sich gibt, wird der Klang größtenteils über Lautsprecher synthetisiert.
Preis und Wert: Die größte Schwäche
Das Prelude startet bei 43.195 US-Dollar und spielt damit in einer anderen Liga als seine Hauptkonkurrenten. Der Mazda MX-5 Miata, der Subaru BRZ und der Toyota GR86 bieten alle ein ansprechenderes Fahrerlebnis zu einem deutlich günstigeren Preis. Während das Prelude Stil und Effizienz bietet, ist es aufgrund seiner Kosten kaum zu empfehlen gegenüber Alternativen, bei denen die Leistung im Vordergrund steht.
Zusammenfassend : Der Honda Prelude ist ein optisch auffälliges und einigermaßen kompetentes Hybrid-Coupé, aber sein hoher Preis untergräbt seine Attraktivität. Es ist ein Paradebeispiel für die Hybridtechnologie von Honda, bietet aber letztendlich nicht den Wert oder die Spannung, die man von einem 43.000-Dollar-Sportwagen erwartet.
