Ford bringt im Zuge der Abkehr von Einsteigerautos fünf erschwingliche Modelle auf den Markt

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Die Ford Motor Company kehrt bei ihren jüngsten Kürzungen bei preisgünstigen Fahrzeugen eine Kehrtwende und kündigt Pläne zur Einführung von fünf neuen Modellen mit einem Preis unter 40.000 US-Dollar in den Vereinigten Staaten an. Dieser Schritt folgt auf die Einstellung mehrerer günstigerer Optionen wie des Escape SUV, des Puma und kleinerer Pkw-Modelle, ein Trend, der dazu geführt hat, dass einige globale Märkte – darunter Australien – nur über begrenzte erschwingliche Ford-Optionen verfügen.

Die Umkehr: Warum jetzt?

Die Entscheidung fällt, während Ford seine Strategie unter CEO Jim Farley verfeinert, der offen erklärt hat, dass das Unternehmen nicht länger direkt mit Herstellern mit hohem Volumen und geringer Marge wie Toyota und Hyundai konkurrieren wird. Stattdessen wird sich Ford darauf konzentrieren, ikonische Marken wie Bronco und Raptor zu eigenständigen Untermarken auszubauen und gleichzeitig neue, günstigere Modelle einzuführen, um die Lücke zu schließen, die durch eingestellte Fahrzeuge entsteht. Das Unternehmen ist sich der Notwendigkeit bewusst, sich mit der Erschwinglichkeit zu befassen, insbesondere da Konkurrenten – darunter aufstrebende chinesische Marken – in Märkten wie Australien an Boden gewinnen.

Neue Modelle und Elektroantrieb

Laut Andrew Frick, Leiter der Ford Blue-Abteilung, handelt es sich bei diesen fünf neuen Modellen um völlig neue Typenschilder und nicht um Neugestaltungen bestehender Autos. Das Unternehmen beschleunigt auch die Entwicklung „supergünstiger“ Elektrofahrzeuge, wobei die ersten Fahrzeuge bis 2027 in den Ausstellungsräumen erhältlich sein werden. Eine Schlüsselkomponente wird eine neue „Universal“-Plattform sein, die für die kostengünstige Produktion von Elektrofahrzeugen konzipiert ist und möglicherweise fortschrittliche autonome Fahrfunktionen umfasst.

Globale Auswirkungen und australischer Markt

Die Verfügbarkeit dieser neuen Modelle in Rechtslenkermärkten wie Australien bleibt ungewiss. Ford hat in der Region bereits mehrere preisgünstige Optionen gestrichen, darunter den Escape und den Puma, und hinterlässt damit eine Lücke, die chinesische Hersteller zu füllen beginnen. Ford Australia hat seine Offenheit für den Import von in China gebauten Modellen signalisiert, wobei der Bronco New Energy der erste bestätigte Neuzugang ist.

Fokusverlagerung: Jenseits der Erschwinglichkeit

Die umfassendere Strategie von Ford besteht darin, die Produktpalette zu rationalisieren und der Rentabilität Vorrang vor dem Volumen zu geben. Bill Ford, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, gab zu, dass die Marke ihr Pkw-Angebot stärken müsse, während Jim Farley versprach, „langweilige“ Autos aus Fords Portfolio zu streichen. Das Unternehmen plant, seine Tradition zu nutzen, bestehende Untermarken zu erweitern und direkten Wettbewerb in den niedrigsten Preissegmenten zu vermeiden.

Zusammenfassend ist die Entscheidung von Ford, neue erschwingliche Modelle einzuführen, eine strategische Reaktion auf den Marktdruck und interne Veränderungen. Ziel des Unternehmens ist es, Rentabilität und Zugänglichkeit in Einklang zu bringen und sich gleichzeitig an eine sich verändernde Automobillandschaft anzupassen, in der sich der Wettbewerb verschärft und sich die Vorlieben der Verbraucher weiterentwickeln.