Toyota GT86 (Mk1, 2012–2020): Ein Kaufratgeber zum letzten großen analogen Sportwagen

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Der 2012 eingeführte Toyota GT86 war ein Wendepunkt für eine Marke, die ihren Fokus auf Hybrid- und SUVs verlagert hatte. Es bewies, dass Toyota es immer noch versteht, ein Auto für Fahrer zu bauen, das ein reines, ansprechendes Fahrverhalten zu einem Preis bietet, den sich die meisten leisten können. Im Gegensatz zum PS-Wettrüsten der damaligen Zeit legte der GT86 Wert auf Ausgewogenheit und Fahrgefühl gegenüber roher Gewalt und erinnerte die Enthusiasten daran, dass 197 PS jede Menge Spaß machen konnten.

Warum das wichtig ist

Jahrelang war Toyotas Performance-Image verblasst. Der Supra, der MR2 und der Celica waren ferne Erinnerungen. Der GT86 war nicht nur ein Auto; es war eine Aussage. Es signalisierte, dass Toyota seine Wurzeln nicht vergessen hatte und bereit war, einen wirklich unterhaltsamen Sportwagen zu entwickeln. Diese Wiederbelebung der fahrerorientierten Technik fand großen Anklang bei einer Generation, die sich nach etwas Rohem sehnte und sich auf eine zunehmend digitale Automobilwelt einließ.

Das Kernkonzept: Leicht und ausgewogen

Der Erfolg des GT86 beruhte auf einer einfachen Formel: Gewicht minimieren und Handling maximieren. Die Ingenieure haben sich bewusst für dünne Reifen und Hinterradantrieb entschieden, nicht wegen der Geschwindigkeit, sondern wegen der spielerischen Dynamik. Der niedrige Schwerpunkt des Wagens übertrifft sogar den des Porsche Cayman und macht ihn auf kurvigen Straßen überraschend wendig.

Dieser Ansatz war ein bewusster Kontrapunkt zum zeitgenössischen Trend zu schwereren und leistungsstärkeren Sportwagen. Beim GT86 ging es nicht darum, Rundenzeiten zu jagen; Es ging um die Beteiligung des Fahrers.

Ein gutes Beispiel finden: Verfügbarkeit und Eigentum

Der GT86 ist kein Massenverkäufer und die Besitzer neigen dazu, ihn zu behalten. Das bedeutet, dass die Suche nach dem richtigen Auto Geduld und möglicherweise Reisen erfordert. Die gute Nachricht ist, dass der Toyota aufgrund seiner Zuverlässigkeit eine sichere Wahl ist, im Gegensatz zu vielen anderen Autos, bei denen Leistung gegen Praktikabilität eingetauscht wird.

Modellhistorie und wichtige Varianten

Die ersten GT86 kamen im Juli 2012 mit einem 197 PS starken 2,0-Liter-Vierzylindermotor und wahlweise Sechsgang-Schalt- oder Automatikgetriebe in Großbritannien an. Bei einer Aktualisierung im Jahr 2014 wurden die Primo-Edition, der limitierte Giallo mit gelber Lackierung und der GT86 Aero eingeführt.

Im Jahr 2015 lieferte Toyota einen Euro-6-konformen Motor und der GT86 Aero erhielt 18-Zoll-Leichtmetallfelgen. Es folgte eine Blanco-Sonderedition mit perlweißer Lackierung und beheizten Ledersitzen. Das umfangreichste Update erfolgte im Oktober 2017 mit einem steiferen Chassis, einer neu abgestimmten Federung, aktualisierten Instrumenten und einer verbesserten Aerodynamik. Der Topmodell GT86 Pro wurde mit Leder- und Alcantara-Bezügen ausgestattet.

Welchen GT86 sollten Sie kaufen?

Das manuelle Getriebe ist die klare Wahl. Das Auto funktioniert recht gut, aber die Freude am GT86 liegt in seinem präzisen Gangwechsel. Konzentrieren Sie sich darauf, innerhalb Ihres Budgets ein gut gepflegtes Beispiel zu finden. Die Standardausstattung bietet eine Zweizonen-Klimaautomatik, Sportsitze, Bi-Xenon-Scheinwerfer und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Es lohnt sich, nach Optionen wie einem Navigationssystem, Ledersitzen und einem JBL-Soundsystem mit neun Lautsprechern Ausschau zu halten.

Alternativen: Subaru BRZ, Audi TT, Volkswagen Scirocco, Nissan 370Z

Die offensichtlichste Alternative ist der Subaru BRZ – im Wesentlichen das gleiche Auto mit unterschiedlichen Emblemen. Der BRZ ist seltener, da die meisten Autos unter dem Namen Toyota verkauft wurden. Der TT von Audi bietet Allradantrieb und ein kultivierteres Erlebnis, obwohl ihm das rohe Engagement des GT86 fehlt. Der Volkswagen Scirocco ist als Fließheck praktisch, erreicht aber nicht den Spaßfaktor des Toyota. Der Nissan 370Z ist ein Konkurrent mit V6-Antrieb, aber er ist durstiger und weniger ausgeglichen.

Worauf Sie achten sollten: Häufige Probleme

  • Getriebe: Das Schaltgetriebe kann beim Schalten in den zweiten Gang, insbesondere im kalten Zustand, hinderlich sein.
  • Elektrik: Überprüfen Sie, ob die Batterien aufgrund einer falsch verkabelten Sitzheizung leer sind.
  • Bremsen: Quietschende Bremsen kommen häufig vor und lassen sich nicht einfach beheben.
  • Sitze: Sitzpolster verschleißen schnell, selbst bei weniger als 20.000 Meilen.

Betriebskosten: Erschwinglicher Spaß

GT86 müssen alle 12 Monate oder 10.000 Meilen gewartet werden, wobei zwischen kleineren (250 £) und größeren (395 £) Wartungsarbeiten gewechselt wird. Der Motor verwendet eine Kette anstelle eines Riemens, wodurch Kosten für den Austausch des Zahnriemens eingespart werden. Toyotas 5+ Club bietet nach fünf Jahren 20 % Rabatt auf die Wartung bei offiziellen Händlern.

Rückrufe: Lenkung und Ventilfedern

Toyota führte zwei Rückrufe durch: einen im Jahr 2016 wegen eines möglichen Verlusts der Lenkkraftunterstützung und einen weiteren im Jahr 2019 wegen fehlerhafter Ventilfedern, die zu Motorschäden führen könnten. Stellen Sie sicher, dass diese Korrekturen durchgeführt wurden.

Das Urteil

Der Toyota GT86 ist ein einfacher, ansprechender Sportwagen, der ein Fahrerlebnis bietet, mit dem nur wenige moderne Autos mithalten können. Es ist nicht die schnellste, luxuriöseste oder praktischste Wahl, aber es ist eine der spaßigsten. Wenn Sie ein Auto suchen, das jede Fahrt zu einem Erlebnis macht, ist der GT86 eine brillante und erschwingliche Option.