Ford ruft 412.774 Explorer-SUVs aus den Modelljahren 2017–2019 aufgrund eines schwerwiegenden Defekts an der Aufhängung zurück. Das Problem konzentriert sich auf die Spurstangen der Hinterradaufhängung, die unter bestimmten Fahrbedingungen brechen können, was möglicherweise zum Verlust der Lenkkontrolle und einem erhöhten Unfallrisiko führt.
Das Problem und was Ford weiß
Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hat das Problem erstmals gemeldet, nachdem Berichte über Lenkausfälle bei mehreren Explorer-Modellen des Jahres 2018 eingegangen waren. Anschließend untersuchte Ford und fand 26 weitere Fälle von Zehengelenkfrakturen. Während die genaue Ursache noch unbekannt ist, deuten vorläufige Erkenntnisse darauf hin, dass ein festsitzendes Kreuzachsen-Kugelgelenk (CABJ) eine übermäßige Belastung auf das Zehengelenk ausübt und letztendlich zum Bruch führt.
Der Autohersteller hat zwei Vorfälle bestätigt, bei denen Fahrzeuge nach einem Bruch des Zehengelenks mit Straßensperren kollidierten, obwohl bisher keine Verletzten gemeldet wurden.
Was Ford tut
Besitzer betroffener Fahrzeuge werden ab nächsten Monat benachrichtigt und angewiesen, ihre SUVs zur Reparatur zu einem Ford-Händler zu bringen. Der Autohersteller wird die fehlerhaften Spurstangen durch stärkere Komponenten ersetzen, die ein Festfressen verhindern – eine Lösung, die die vermutete Grundursache des Problems angeht.
Ein wiederkehrendes Problem
Dies ist kein Einzelfall. Ford hat Explorer bereits im Jahr 2021 wegen ähnlicher Brüche an den Spurgliedern zurückgerufen. Bemerkenswert ist, dass Fahrzeuge, die nach diesem ersten Rückruf hergestellt wurden, immer noch mit denselben verdächtigen CABJ-Teilen von SAF ausgestattet waren, was auf ein anhaltendes Problem in der Lieferkette oder ein Designversehen hindeutet.
Der Rückruf verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen, denen sich Automobilhersteller gegenübersehen, wenn es darum geht, die Zuverlässigkeit der Komponenten auch nach vorherigen Reparaturen sicherzustellen. Obwohl Rückrufe umständlich sind, sind sie ein entscheidender Schritt zur Behebung potenziell gefährlicher Mängel, bevor es zu weitreichenden Schäden kommt.
Dieser Rückruf unterstreicht die Bedeutung von Wachsamkeit bei der Fahrzeugsicherheit. Fords schnelles Handeln ist ein positiver Schritt, aber das erneute Auftreten dieses Problems wirft Fragen zur langfristigen Qualitätskontrolle und Lieferantenaufsicht auf.
