Wichtige Erkenntnisse: Fast 20 % aller im letzten Monat in Europa verkauften Neuwagen waren vollelektrisch und übertrafen damit die kombinierten Verkäufe von Plug-in-Hybriden und Dieselfahrzeugen. Dieser Trend deutet darauf hin, dass sich die Umstellung auf Elektrofahrzeuge auch ohne ein vollständiges Verbot von Verbrennungsmotoren rasch beschleunigt.
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Die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen nimmt in ganz Europa zu
Daten des Europäischen Automobilherstellerverbandes (ACEA) zeigen, dass Elektrofahrzeuge (EVs) im Januar 2026 einen Marktanteil von 19,7 % erreichten. Dazu gehören alle 27 EU-Mitgliedstaaten, das Vereinigte Königreich, Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz – was den größten Teil der europäischen Autoverkäufe ausmacht.
- Wachstumstrend: Der Anteil von Elektrofahrzeugen ist von 16,7 % im Januar 2025 gestiegen, was auf ein anhaltendes Wachstum hindeutet, da kostengünstigere Modelle auf den Markt kommen, wie der Renault Twingo und der kommende Volkswagen ID.2 Polo.
- Der Wettbewerb verschärft sich: Das Tempo der Einführung von Elektrofahrzeugen bedeutet, dass sich Autohersteller möglicherweise auch nach 2035 nicht mehr stark auf Verbrennungsmotoren verlassen müssen, wenn die EU ihnen erlaubt, weiterhin Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu verkaufen.
Der Rückgang bei Verbrennungsmotoren beschleunigt sich
Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge wirkt sich direkt auf traditionelle Kraftstoffarten aus.
- Diesel-Rückgang: Die Dieselverkäufe schrumpfen weiter und machen jetzt nur noch 7,2 % des Gesamtumsatzes aus.
- Hybrid-Dominanz: Hybridfahrzeuge bleiben mit einem Anteil von 38,5 % beliebt, während Benzinfahrzeuge auf 22,5 % zurückgehen.
- PHEV-Rückstand: Plug-in-Hybride (PHEVs) haben einen Anteil von 10,4 % und liegen damit hinter reinen Elektrofahrzeugen zurück.
Volkswagen ist Marktführer für Elektrofahrzeuge
Vorläufige Daten des Marktforschers Dataforce zeigen, dass Volkswagen weiterhin der dominierende EV-Verkäufer in Europa ist.
- Vorreiter von Volkswagen: Der deutsche Autohersteller verzeichnete im Januar 17.230 Elektroautoverkäufe, wobei der ID.3 mit 5.417 Einheiten an der Spitze lag, dicht gefolgt vom ID.4 und ID.7.
- Renault und Skoda folgen: Renault sicherte sich mit 14.447 Einheiten (hauptsächlich vom 5 E-Tech) den zweiten Platz, während Skoda mit 14.022 Einheiten, angetrieben vom Elroq-Crossover, die Top Drei komplettierte.
Regulatorischer Druck und Zukunftsaussichten
Die Abgasvorschriften der EU und die bevorstehende Euro-7-Norm drängen die Automobilhersteller dazu, den CO2-Ausstoß zu senken.
- Emissionsziele: Automobilhersteller müssen ihre Flottenemissionen bis 2030 um 55 % reduzieren und bis 2035 um 90 % gegenüber dem Niveau von 2021 steigern.
- Anreize und Erschwinglichkeit: Staatliche Anreize und die Einführung günstigerer Elektrofahrzeuge, wie etwa des geplanten Volkswagen ID.1 im Jahr 2027, werden den Übergang wahrscheinlich beschleunigen.
Fazit: Europa bewegt sich schnell in Richtung einer vollelektrischen Zukunft, angetrieben sowohl durch regulatorischen Druck als auch durch die steigende Verbrauchernachfrage. Während Verbrennungsmotoren immer noch 80 % des Umsatzes ausmachen, deutet der zunehmende Trend zu Elektrofahrzeugen darauf hin, dass sich die Automobillandschaft in den kommenden Jahren weiterhin dramatisch verändern wird.
