Ferraris EV-Name in Gefahr: Mazda meldet Marke für „Luce“ an

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Ferraris mit Spannung erwartetes erstes Elektrofahrzeug (EV) könnte vor einer unerwarteten Branding-Hürde stehen. Nur wenige Wochen nachdem der italienische Autohersteller bekannt gegeben hatte, dass er sein kommendes Elektrofahrzeug „Luce“ nennen würde, meldete Mazda in Japan stillschweigend eine Marke für denselben Namen an. Dieser Zeitpunkt deutet auf einen bewussten Schritt hin, der Ferraris Pläne schon vor der Markteinführung des Wagens erschweren könnte.

Eine Geschichte der Automobilmarken

Der Name „Luce“ ist in der Automobilwelt nicht neu. Es war einst Mazdas Flaggschiff-Limousine, die von den 1960er bis in die frühen 1990er Jahre reichte, und war in einigen Märkten auch als Mazda 929 bekannt. Die Marke hat sich sogar in neueren Designs auf den Namen bezogen, wie zum Beispiel im Vision Coupé-Konzept von 2017, das eine Hommage an das Luce Rotary Coupé von 1969 war. Auch wenn Mazda lediglich ein historisches Abzeichen schützt, wirft der Zeitpunkt Fragen auf.

Ferraris Ambitionen und Designentscheidungen für Elektrofahrzeuge

Ferrari enthüllte den Namen „Luce“ im Februar bei einer Vorschau auf den Innenraum seines neuen Elektrofahrzeugs. Das von LoveFrom (dem von Jony Ive und Marc Newson von Apple gegründeten Studio) entworfene Fahrzeugdesign verbindet moderne Technologie mit klassischer Ferrari-Ästhetik. Dies hat bereits einige Aufmerksamkeit erregt: Die Leistungsdaten versprechen einen Sprint von 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h, angetrieben von vier Elektromotoren und einer 122-kW-Batterie, die eine Reichweite von bis zu 329 Meilen bieten.

Markenstreitigkeiten: Ein häufiges Automobilproblem

Autohersteller streiten sich regelmäßig über ähnlich klingende Namen und lösen Streitigkeiten manchmal gütlich. Citroen zum Beispiel protestierte nicht, als BMW den Namen „XM“ für seinen SUV verwendete, obwohl Citroen ihn zuvor für ein älteres Modell verwendet hatte. Allerdings kommt es zu erzwungenen Namensänderungen. Alfa Romeo musste seinen Milano-Crossover in Junior umbenennen, nachdem klar war, dass das Fahrzeug nicht in Italien gebaut werden würde.

Was kommt als nächstes für Ferrari?

Wenn Mazda den Namen „Luce“ in Schlüsselmärkten erfolgreich blockiert, könnte Ferrari gezwungen sein, vor der Markteinführung ein Rebranding vorzunehmen. Der Autohersteller bereitet sich derzeit auf ein Debüt im Mai vor und wurde um eine Stellungnahme zur Markensituation gebeten. Der Ausgang bleibt ungewiss, aber Ferrari muss möglicherweise schnell nach Alternativen suchen, wenn der Streit eskaliert.

Die Automobilindustrie hat eine lange Geschichte von Markenkämpfen und dieser Fall unterstreicht, wie Marken ihr geistiges Eigentum sorgfältig schützen müssen. Ob Ferrari und Mazda einen Kompromiss erzielen können oder ob der italienische Autohersteller gezwungen sein wird, einen neuen Namen zu wählen, bleibt abzuwarten.