Testbericht zum Citroen C4: Ein Komfort-First-Ansatz für das Familien-Fließheck

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Der Citroen C4 der vierten Generation ist eine klare Absichtserklärung des französischen Herstellers. Anstatt den „sportlichen“ Trends nachzujagen, die das Segment der kompakten Schräghecklimousinen dominieren, hat Citroen seine historische DNA verdoppelt: kompromissloser Fahrkomfort.

Auch wenn ihm die modernste Technologie oder die hochwertigen Materialien einiger High-End-Konkurrenten fehlen, zeichnet sich der C4 dadurch aus, dass er ein praktischer, erschwinglicher und außergewöhnlich ruhiger Cruiser für Familien ist.


Fahrdynamik: Komfort vor allem

Wenn Sie auf der Suche nach einem Auto sind, mit dem Sie durch Haarnadelkurven in den Bergen fahren können, ist der C4 möglicherweise nicht gerade überzeugend. Wenn Sie jedoch Wert auf eine Kabine legen, die sich vom Chaos der Straßen in der Stadt abschirmt, ist der C4 der Spitzenreiter seiner Klasse.

Das „Zauberteppich“-Erlebnis

Das herausragende Merkmal ist die Advanced Comfort-Federung. Durch die Verwendung spezieller „hydraulischer Kissen“ (Anschlagpuffer) absorbiert das Auto Schlaglöcher und Straßenunebenheiten hervorragend. In Kombination mit den hoch bewerteten „Advanced Comfort Seats“ ist das Fahrerlebnis bemerkenswert angenehm und macht ihn zu einem der komfortabelsten Fahrzeuge seiner Preisklasse.

Antriebsstrangoptionen

Die Aufstellung bietet zwei Hauptpfade:
Der Hybrid 145: Ausgestattet mit einem 1,2-Liter-Dreizylindermotor gepaart mit einem Elektromotor leistet er 145 PS. Es handelt sich um die schnellere Option (0–100 km/h in 8,0 Sekunden) und ist mit bis zu 100 km/h besonders effizient.
Der Benziner 130: Ein reiner 1,2-Liter-Verbrennungsmotor mit 129 PS. Obwohl es etwas langsamer ist (0–100 km/h in 9,4 Sekunden), bleibt es eine geeignete Wahl für traditionelle Fahrer.

Anmerkung des Herausgebers: Während das Hybridsystem effizient ist, kann sich das Automatikgetriebe „matschig“ anfühlen und gelegentlich nicht mehr auf Schaltwippen am Lenkrad reagieren. Fahrer, die ein vernetzteres, taktileres Gefühl wünschen, könnten die manuellen Getriebe älterer Modelle vermissen.


Design und Innenausstattung: Außen mutig, innen funktional

Das Äußere des C4 ist sein auffälligstes Merkmal. In Anlehnung an das „Oli Concept“ verfügt das Auto über eine scharfe, kantige LED-Beleuchtung und eine markante, steife Karosserie, die ihm hilft, sich von einem überfüllten Markt runder Schrägheckmodelle abzuheben.

Kabinenqualität und Technik

Im Inneren schafft der C4 eine Balance zwischen Praktikabilität und preisbewusstem Design:
Verarbeitungsqualität: Die Materialien sind robuster als bei einem Dacia, erreichen aber nicht das Premium-Feeling eines Peugeot 308. Auf dem Armaturenbrett werden Sie auf einige harte Kunststoffe stoßen, wichtige Berührungspunkte wie das Lederlenkrad fühlen sich jedoch hochwertig an.
Benutzeroberfläche: Der 10-Zoll-Touchscreen ist funktional und einfach zu bedienen, aber der integrierten Navigations- und Infotainment-Software fehlt der Glanz klassenführender Systeme. Glücklicherweise sind Apple CarPlay und Android Auto Standard und bieten den meisten Benutzern eine viel flüssigere Benutzeroberfläche.
Ergonomie: Im Gegensatz zu vielen modernen Konkurrenten, die alles hinter Bildschirmen verstecken, hat Citroen die physikalische Klimaanlage beibehalten, was sicherere und einfachere Einstellungen während der Fahrt ermöglicht.


Praktikabilität: Platz für die moderne Familie

Der C4 nimmt eine einzigartige Grundfläche ein – länger und breiter als ein Volkswagen Golf, wodurch er in puncto Präsenz eher einem Kompakt-SUV ähnelt.

Passagier- und Frachtkapazität

  • Geräumigkeit: Die Kabine ist großzügig. Große Erwachsene finden reichlich Kopf- und Beinfreiheit vor, insbesondere im Fond, wo das Platzangebot größer ist als im VW Golf.
  • Kofferraum: Die abfallende, coupéartige Dachlinie begrenzt das Gesamtvolumen, aber mit 380 Litern bleibt er konkurrenzfähiger als viele Konkurrenten.
  • Überlegungen für Familien: Das Auto eignet sich zwar hervorragend für Familien, die Isofix-Punkte für Kindersitze sind jedoch hinter etwas umständlichen Abdeckungen mit Reißverschluss versteckt, was Eltern bei der Installation frustrieren kann.

Fazit: Für wen ist dieses Auto?

Der Citroen C4 ist weder eine Hochleistungsmaschine noch ein High-Tech-Luxus-Showcase. Stattdessen handelt es sich um ein spezialisiertes Komforttool. Es wurde für Fahrer entwickelt, die viel Zeit mit Pendeln oder Besorgungen in städtischen Umgebungen verbringen und ein Fahrzeug wünschen, das die physische Belastung der Straße minimiert.

Vorteile:
– Außergewöhnlicher Fahrkomfort und Geräuschdämmung.
– Markantes, auffälliges Außendesign.
– Effiziente Hybridantriebsoptionen.

Nachteile:
– Es mangelt an Fahrengagement und Spaßfaktor.
– Infotainment-Software kann klobig sein.
– Die Abschreibungsraten sind höher als bei einigen Konkurrenten wie dem Skoda Octavia.

Zusammenfassung: Der Citroen C4 ist die ideale Wahl für Familien, denen eine reibungslose, stressfreie Fahrt und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis wichtiger sind als sportliches Handling oder modernste digitale Integration.