Dank eines neuen Gesetzesentwurfs, der im Landtag Anklang findet, könnten Autofahrer in Utah bald in der Lage sein, Kreisverkehre ohne Signalisierung zu befahren. Der Abgeordnete Ariel Defay (R-Kaysville) unterstützt den Gesetzentwurf 128 des Repräsentantenhauses, der darauf abzielt, die wenig bekannte Anforderung zu streichen, dass Autofahrer sowohl beim Betreten als auch beim Verlassen von Kreisverkehren ein Signal geben müssen. Das im Utah Code Abschnitt 41-6a-804 begrabene Gesetz hat offenbar viele Autofahrer überrascht – auch die Strafverfolgungsbehörden.
Das unerwartete Gesetz
Die aktuelle Regelung schreibt technisch gesehen die Signalisierung für jeden Spurwechsel oder jede Richtungsbewegung auf Straßen vor, was die Beamten so interpretieren, dass sie auch Kreisverkehre einschließen. Das bedeutet, dass ein Fahrer, selbst wenn er sich deutlich innerhalb eines Kreisverkehrs bewegt, vor der Einfahrt und erneut vor der Ausfahrt signalisieren sollte, unabhängig von der beabsichtigten Route.
Defay entdeckte das Gesetz, nachdem ein Freund wegen Nichteinhaltung angehalten wurde. „Sie kam zu mir und sagte: ‚Ist das wirklich ein Gesetz? Ich weiß nicht einmal, ob es wahr ist‘“, sagte sie gegenüber KSL News. „Es war wahr.“ Der Gesetzgeber argumentiert, dass die Regel nicht intuitiv sei, da Kreisverkehre nicht wie herkömmliche Kreuzungen strukturiert seien, an denen Signale eindeutig die Absicht anzeigten.
Warum Signalisierung in Kreisverkehren keinen Sinn ergibt
Das Kernproblem besteht darin, dass Kreisverkehre als kontinuierliche Verkehrssysteme funktionieren. Die Fahrer fahren in eine Richtung ein und fahren bis zur Ausfahrt weiter. Das Signalisieren vor dem Betreten bietet kaum praktischen Nutzen, und das Signalisieren vor dem Verlassen kann bei mehreren Ausstiegsmöglichkeiten verwirrend sein. Wie Defay erklärt: „Während man sich im Kreis bewegt, gibt es viele Ausgänge … wenn man das Signal gegeben hat, kann es sein, dass man von einem Ausgang zum nächsten gelangt.“
Der Gesetzentwurf würde nicht alle Signalisierungsanforderungen in Kreisverkehren beseitigen. Autofahrer in zweispurigen Kreisen müssten beim Spurwechsel weiterhin signalisieren. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch darauf, die verwirrende Erwartung zu beseitigen, beim Ein- und Ausstieg ein Signal zu geben.
Reaktion der Öffentlichkeit und der Strafverfolgungsbehörden
Erste Reaktionen deuten darauf hin, dass die Änderung in der Öffentlichkeit stark unterstützt wird. Defay erwartet von der breiten Bevölkerung ein „sehr enthusiastisches ‚Ja‘“. Der Gesetzentwurf fand am Freitag seine erste Anhörung vor dem Verkehrsausschuss des Repräsentantenhauses statt, und der Gesetzgeber scheint offen für eine Straffung der Regelung zu sein.
Die mögliche Reaktion der Strafverfolgungsbehörden ist weniger klar. Die Unklarheit der Regel deutet darauf hin, dass es sich nicht um einen Durchsetzungspunkt mit hoher Priorität handelte, aber Änderungen könnten den Schwerpunkt verschieben. Vorerst müssen Autofahrer in Utah möglicherweise bald eine Verkehrsregelung weniger befürchten, wenn sie an kreisförmigen Kreuzungen fahren.
Diese Änderung unterstreicht den wachsenden Trend, Verkehrsgesetze im Hinblick auf Praktikabilität und Klarheit neu zu bewerten. Undurchsichtige Regeln, die wenig Zweck erfüllen, werden von Gesetzgebern zunehmend in Frage gestellt, und eine Straffung dieser Vorschriften könnte die Verwirrung für Fahrer verringern und gleichzeitig die Verkehrssicherheit gewährleisten.
