Autohersteller kämpfen seit langem mit Lärm, Vibration und Härte (NVH) bei der Fahrzeugkonstruktion. Porsche geht jedoch einen revolutionären Schritt: Mithilfe von Computersimulationen und einem einzigartigen Straßensimulationsprüfstand können unerwünschte Vibrationen erkannt und beseitigt werden, bevor sie überhaupt die Produktionslinie erreichen. Dabei geht es nicht nur um Komfort; Es geht um technische Präzision und ein hochwertiges Fahrerlebnis.
Die Herausforderung von NVH
Seit Jahrzehnten verlassen sich Ingenieure auf alles, von Schalldämpfung über strenge Straßentests bis hin zur Zähmung von NVH. Das Problem ist komplex: Vibrationen entstehen nicht immer dort, wo sie spürbar sind. Beispielsweise kann eine harmonische Störung im Antriebsstrang dazu führen, dass ein Karosserieteil mitschwingt. Frühe Methoden waren oft grob und erforderten physische Inspektionen und Vermutungen.
Der moderne Ansatz basiert auf Computermodellierung, aber selbst die fortschrittlichsten Simulationen erfordern eine Validierung in der realen Welt. Hier kommt der neue FaSiP-Prüfstand von Porsche ins Spiel.
Wir stellen vor: FaSiP: Die Revolution der Straßensimulation
Porsches FaSiP (Facility for Simulation in Powertrain) ist darauf ausgelegt, Straßenbedingungen in einer kontrollierten Umgebung nachzubilden. Autos sind auf flexiblen Trägern montiert, wobei jedes Rad auf einem dünnen Stahlriemen läuft. Dieser Aufbau ermöglicht es Ingenieuren, Vibrationen zu induzieren, die reale Störungen nachahmen: Schlaglöcher, unebene Oberflächen und sogar die Auswirkungen eines Aufpralls auf einen Schachtdeckel.
Der Hauptunterschied zu herkömmlichen Tests ist die Präzision. FaSiP kann bestimmte Frequenzen und Kräfte isolieren, sodass Ingenieure die Quelle von Vibrationen mit chirurgischer Genauigkeit lokalisieren können. Sie können während Tests bestimmte Anregungen modifizieren oder eliminieren und so das Problem effektiv in Echtzeit analysieren.
Warum das wichtig ist
Die Fähigkeit, Straßenbedingungen bei hohen Geschwindigkeiten (bis zu 250 km/h) und über einen breiten Frequenzbereich (0–50 Hz) zu simulieren, ist bahnbrechend. Porsche behauptet, dass FaSiP jede Vibration reproduzieren kann, die das Auto irgendwo auf der Welt erfahren hat. Bei diesem Detaillierungsgrad geht es nicht nur um Verfeinerung; Es geht darum, Probleme vorherzusagen und zu verhindern, bevor sie eskalieren.
Die Automobilindustrie bewegt sich in Richtung hochpräziser Technik. FaSiP stellt die Zukunft dieses Trends dar, bei dem Computermodellierung und fortschrittliche Tests zusammenlaufen, um eine sanftere und leisere Fahrt zu ermöglichen. Durch die Eliminierung von Vibrationen an der Quelle setzt Porsche einen neuen Standard für Fahrzeugverfeinerung und -qualität.





















