2026 VW Golf GTi kehrt zu seinen Wurzeln zurück

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Es hat die Kategorie erfunden. Ein halbes Jahrhundert später. Alle sagten, Emissionen und Elektrizität würden es töten.

Sie lagen falsch.

Die Hot-Hatch-Szene ist voll. Es ist bösartig. Aber jahrelang stand der Golf GTI da und schien die vernünftige Wahl zu sein. Der Maßstab. Schnell, zivilisiert, gebaut wie ein Panzer. Doch als der Hyundai i30 N vorbeibrüllte und der Honda Civic Type R sich über seine Subtilität lustig machte, fühlte sich der GTI beruhigt. Sogar im Mk8. Etwas zu weich. Etwas zu höflich.

Nicht mehr.

Das Modell 2026 ändert die Dinge. Es katapultiert das Flaggschiff zurück in den Kampf. Wir sind damit gefahren. Es funktioniert.

Leistung und Hardware

VW behielt den EA888 -Motor. Das ist der 2,0-Liter-Turbovierzylinder, den Sie bereits kennen. Sie haben es nicht getauscht. Sie haben es entsaftet.

195 kW. 262 PS. Das Drehmoment bleibt konstant bei 370 Nm. Er übertrifft den i30 N nicht. Er reicht nicht an den Civic Type R heran. 315 PS sind viel. Aber das? Es geht schnell genug. Mehr als schnell genug für eine Straßenbahn.

Auch das Chassis hat Arbeit bekommen. Neuer Hilfsrahmen. TCR-Rennwagen-DNA. Das Dynamic Chassis Control Pro bietet jetzt 15 Dämpfungsstufen. Das ist viel Kontrolle. Optisch sieht es auch würzig aus.

Hier ist jedoch der Clou. Das Sechsgang-Schaltgetriebe ist tot.

Gegangen. Keine Knüppelschaltung mehr. Nur das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Der Antrieb erfolgt ausschließlich über die Vorderräder.

Die Preise sind hoch, aber für diese Klasse Standard. Australien sieht 58.995 AU$. Die USA zahlen 34.595 US-Dollar.

Das Innere

Die Hütte kommt mir bekannt vor. Es ist nicht auffällig. Es versucht nicht zu sein. Aber die Technik wurde verbessert. Dort sitzt ein 12,9-Zoll-Bildschirm. Drahtloses CarPlay funktioniert. Die Software ist neuer. Besser.

Touch-Bedienelemente bleiben erhalten. Ich hasse sie immer noch. Physische Knöpfe wären nett gewesen. Aber sie funktionieren gut. Man gewöhnt sich daran.

Die Sitze halten gut. Sie trösten dich. Die Polster könnten vielleicht fleischiger sein. Standardsitze sind nur manuell verstellbar. Möchten Sie beheizte, gekühlte elektrische Throne? Kaufen Sie das Wiener Lederpaket. Das kostet zusätzlich 3.905 AU$. Es kauft dir Leder. Hitze. Kühlung. Ein Head-up-Display. Harman-Kardon-Sound. Es lohnt sich? Vielleicht.

Das Lenkrad hat seinen größten Fehler behoben. Keine berührungsempfindlichen Tasten mehr am Rand. Tatsächliche Klicks. Physische Schalter. Eine enorme Verbesserung.

Platz auf dem Rücksitz? Überraschend gut. Erwachsene passen. Die Temperaturkontrolle ist wieder da. Und ja, das Schottenmuster gehört dazu.

Eigentlich schnell

Fährt es sich wie ein GTI? Endlich ja.

Außerhalb der Leitung ist die Leistung sofort spürbar. VW gibt 5,9 Sekunden auf 100 km/h an. Wir haben 6,0 erreicht. Nah genug. Die Startsteuerung funktioniert. Es bleibt verschlossen. Keine durchdrehenden Reifen wie bei den alten TCR-Modellen, die sofort kaputt gingen.

Die Beschleunigung zieht stark. Von 60 auf 120 km/h in unter fünf Sekunden. Langsamer als die Koreaner oder die Japaner? Ja. Ein Haar langsamer. Schneller als der GR Corolla im achten Gang? Ja.

Das DSG -Getriebe ist magisch. Schnell hoch. Schnell runter. Kein Ruckeln. Kein Ruckeln. Die Veränderungen sind scharf. Das Fahren bei niedriger Geschwindigkeit verläuft reibungslos. Selbst das Herunterschalten in den ersten Gang bei hohen Drehzahlen ruckelt nicht. Es fließt einfach.

Auch der Lärm ist besser. Im Sportmodus knallt und knackt es aus dem Auspuff. Er ist nicht so waffenscheu wie der Megane RS. Nicht so steril wie der Toyota. Es hat Charakter.

In Kurven starb der alte GTI. Das Jahr 2026 erwacht.

Bridgestone -Reifen greifen überall. Untersteuern? Vergiss es. Das Sperrdifferenzial fixiert die Räder auf dem Asphalt. Du kannst es schieben. Schwerer. Schwerer. Es möchte seitwärts gehen, wenn man freundlich fragt. Stabilitätskontrolle ausschalten. Gashebelschnappen in der Mitte der Kurve. Der Innenreifen dreht sich. Du rutschst. Du speicherst es. Es fühlt sich lebendig an. Sogar verspielt. Es kommt zum Übersteuern beim Abheben. Sie können es mit dem Gashebel steuern. Die Dynamik kehrte zurück.

Bei festen Einstellungen bleibt die Federung komfortabel. Er meistert Stöße ohne zu ruckeln. Sie können alles optimieren. Lenkgefühl. Auspuff-Hinweis. Reaktion des Motors. Mehr Optionen als die Konkurrenz bietet.

Warum kein Handbuch? Euro-7-Regeln. Geringe Nachfrage. Es schränkt die Attraktivität ein. Puristen werden stöhnen. Einige Konkurrenten bieten es immer noch an. VW nicht.

Urteil

Ist es ein Sprung? Nein. Das alte Auto war solide. Praktisch. Komfortabel. Sicher.

Dieser hat Feuer. Es behält die ruhige GTI-DNA. Aber fügt den fehlenden Biss hinzu.

Es bestimmt den Alltagstrott. Dann erklimmt es Berge und lächelt über doppelt so teure Sportwagen.

Behebt es alle Beschwerden? Kein Schaltgetriebe hinterlässt ein Loch. Aber auf der Straße fühlt es sich richtig an. Wie ein GTI sollte.