Warum Rennwagen Stickstoffreifen statt normaler Luft verwenden

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Rennteams füllen ihre Reifen mit Stickstoff und nicht mit Luft, denn die Fehlerquote ist hauchdünn. Eine Druckverlagerung von nur einem halben Pfund kann die Traktion und das Handling völlig zerstören. Man braucht ein Benzin, das sich in Runde eins genauso verhält wie in Runde vierzig. Stickstoff sorgt für diese Konsistenz.

Wie Luftfeuchtigkeit die Luftdruckkonsistenz beeinträchtigt

Standardluft ist eine Mischung aus Gasen, einschließlich Wasserdampf. Der Feuchtigkeitsgehalt dieser Mischung hängt vollständig von der relativen Luftfeuchtigkeit an Ihrem Standort ab.

Denken Sie an den Unterschied zwischen einem feuchten Nachmittag im Südosten der USA und einem trockenen Rennen im Wüstenwesten. In der feuchten Umgebung enthält Ihre „Luft“ mehr Wasser. Dieses Wasser verändert die Ausdehnungs- und Kontraktionsrate im Reifen. Es macht den Druck unvorhersehbar. In der Wüste ist die Luft trockener, sodass sich das Druckverhalten erneut verschiebt. Wenn Sie sich auf Standardluft verlassen, schwankt Ihr Reifendruck je nach lokalem Wetter stark.

Stickstoff ist anders. Es ist ein einzelnes Element, keine Mischung. Es reagiert nicht mit Feuchtigkeit auf die gleiche Weise wie Sauerstoff und weist eine viel stabilere Ausdehnungs- und Kontraktionsrate auf, wenn die Temperaturen während eines Rennens steigen und fallen.

Warum Konsistenz auf der Strecke wichtig ist

Der Reifendruck ist nicht statisch. Während der Fahrt werden die Reifen durch Reibung erhitzt. Die Luft im Inneren dehnt sich aus. Wenn diese Ausdehnung ungleichmäßig oder inkonsistent ist, verhält sich Ihr Auto auf der linken Seite anders als auf der rechten Seite oder in Kurven anders als auf Geraden.

Für ein Team, das auf Hundertstelsekunden aus ist, ist diese Variabilität inakzeptabel. Sie müssen genau wissen, wie der Reifen reagiert, wenn er 200 Grad Fahrenheit erreicht. Stickstoff liefert eine vorhersehbare Basislinie. Dadurch können Ingenieure das Auto auf einen bestimmten Druck einstellen und darauf vertrauen, dass das Gas dieses Verhalten während der gesamten Renndauer konstant beibehält.

Wo sonst finden Sie Nitrogen-Reifen?

Es handelt sich nicht nur um Open-Wheel- oder Stock-Cars. Hochdruckreifen großer und kleiner Flugzeuge verwenden aus den gleichen Gründen Stickstoff. Luftfahrtsysteme erfordern höchste Zuverlässigkeit. Eine Druckänderung kann die Gewichtsverteilung und die strukturelle Belastung des Fahrwerks beeinflussen. Stickstoff hält diese Systeme unabhängig von den atmosphärischen Bedingungen stabil.

Lohnt sich der zusätzliche Aufwand?

Für einen Alltagsfahrer wahrscheinlich nicht. Beim Pendeln am Sonntagmorgen werden Sie den Unterschied zwischen Luft und Stickstoff nicht spüren. Für einen Rennwagen, bei dem eine Druckänderung um ein halbes Pfund über Sieg und Niederlage entscheidet, ist dies unerlässlich. Die Wahl des Gases ist ein kleiner Teil eines riesigen Systems, aber es ist der Teil, der die Physik vorhersehbar hält.