Es sieht aus wie ein Serienfahrzeug, ist aber technisch gesehen ein Konzept. Das ist die Stimmung, die das chinesische Startup Byton auf der CES 2018 ausstrahlt. Sie stellten einen Elektro-SUV vor, der sich straßentauglich anfühlt und im Jahr 2020 zu einem Startpreis von etwa 45.000 US-Dollar (ca. 37.500 Euro) in die europäischen Ausstellungsräume kommen soll. Für dieses Geld kaufen Sie nicht nur Metall und Gummi. Sie kaufen einen rollenden Server.
Die Hauptspezifikation ist Byton M-Byte Autonomie. Selbstfahrfähigkeit der Stufe 3 ist bei der Markteinführung Standard. Byton behauptet, dass ein Software-Update dies später im Jahr 2020 auf Level 4 bringen wird. Aber die Hardware ist bereits vorhanden. Drei an den B-Säulen montierte Kameras übernehmen die Gesichtserkennung. Sie gehen hinauf, das Auto sieht Sie, entriegelt die Türen und passt den Sitz und die Spiegel an Ihr Profil an, bevor Sie überhaupt den Griff berühren. Es ist personalisiert. Es ist unmittelbar.
Das Dashboard, das Kabinentechnik definiert
Treten Sie ein und das erste, was Ihnen ins Auge fällt, ist der Bildschirm. Es erstreckt sich über 1,25 Meter über das Armaturenbrett. Es ist riesig. Es ist nicht nur ein Infotainmentsystem; Es ist die Schnittstelle für alles. Im Lenkrad sind individuelle Displays für wichtige Fahrdaten integriert, für die Fondpassagiere gibt es Bildschirme an der Rückseite der Vordersitze. Die gesamte Kabine verfügt über 5G-Konnektivität. Das bedeutet Streaming mit geringer Latenz und Echtzeitdaten für alle an Bord.
Die Sprachsteuerung übernimmt Amazons Alexa. Sie können nach dem Weg fragen. Sie können Artikel zu Ihrer Einkaufsliste hinzufügen. Das Auto hört zu. Es reagiert. Es integriert sich nahtlos in Ihr digitales Leben und verwandelt das Fahrzeug in eine Erweiterung Ihres Smartphones.
Batterieleistung und Reichweite – Realität
Byton bietet für das M-Byte zwei Akkupacks an. Sie können zwischen einem 71-kWh-Gerät oder einer größeren 95-kWh-Variante wählen. Die kleinere Packung verspricht 400 Kilometer Reichweite. Der Große erstreckt sich über 500 Kilometer. Beide unterstützen Schnellladen. Laut Datenblatt können Sie 80 % der Akkukapazität in nur 30 Minuten aufladen. Das ist konkurrenzfähig. Es ist schnell genug, um Autofahrten zu ermöglichen, ohne jede Stunde an einer Ladestation herumzuplanen.
Der chinesische Anwärter
Warum sollten Sie sich für ein Startup mit einem Konzeptauto interessieren? Denn Byton fängt nicht bei Null an. Sie haben 200 Millionen US-Dollar (160 Millionen Euro) gesammelt. Noch wichtiger ist, dass sie Talente abgeworben haben. Ingenieure haben Apple, BMW, Google und Tesla verlassen, um sich Byton anzuschließen. Sie verfügen über die industrielle Unterstützung chinesischer Hersteller, die sich für die Vorherrschaft im Elektrofahrzeugbereich positionieren.
Wenn sie diese Versprechen einhalten, wird das Byton M-Byte zu einer ernsthaften Bedrohung. Es zielt direkt auf Tesla ab. Es fordert die etablierten europäischen Luxusmarken heraus. Die Spezifikationen sind aggressiv. Der Preis ist aggressiv. Die Frage ist, ob die Umsetzung dem Hype entspricht. Die Branche schaut zu.





















