Elektrischer M3 vs. Benzinrivale: BMWs Selbstausschlachtungsstrategie

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BMW führt einen Coup gegen das eigene Erbe durch. Laut Frank van Meel, Leiter der M-Abteilung, ist der neue Elektro-M3 im Wesentlichen der „natürliche Feind“ des Benzin-M3. Das Ziel besteht nicht nur darin, Elektrofahrzeuge zu verkaufen. Es soll M3-Käufer durch überlegene Fahrdynamik vom Verbrenner-Modell abbringen.

Dieser interne Wettbewerb ist aggressiv.

Der Kampf der Antriebsstränge

Der elektrische M3 kommt im Zuge der Enthüllung des M Concept Neue Klasse im letzten Monat auf den Markt. Dieses Konzept sah eine völlige Transformation für die kommende Elektrolimousine i3 vor. Das Design ist muskulös. Es stützt sich stark auf das sportliche Erbe von M. Aber es wird sein Benzin-Pendant nicht vollständig ersetzen.

Ein neuer Benziner M3 kommt noch. Erkundungsaufnahmen haben vor Kurzem zum ersten Mal die Version mit Verbrennungsmotor beim Testen gefilmt. Sein turboaufgeladener 3,0-Liter-Reihensechszylinder bleibt ein Biest. BMW hat es aktualisiert, um die strengen Abgasnormen Euro 7 zu erfüllen. Entscheidend war, dass es keinen Leistungsverlust gab. Die Leistung bleibt bei 503 PS.

Jetzt kämpft BMW gegen sich selbst.

„Wir greifen unser meistverkauftes Produkt an“, sagte van Meel gegenüber Autocar beim Goodwood Festival of Speed. Die EV-Version zielt auf den Segmentführer ab. Es ist ein innerer Krieg. Die Abteilung treibt beide Antriebsstränge voran, um herauszufinden, welcher bessere Ergebnisse liefert. Es ist ein Wettbewerb der Technik und der Fahrerpräferenzen.

Warum vier Motoren das Spiel verändern

Der technische Auftrag für den elektrischen M3 ist spezifisch. Es verwendet vier Elektromotoren. Dieses Setup kann mehr als nur Schlagzeilen-PS-Zahlen jagen. Die ungewöhnliche Anordnung soll Haltung und Beweglichkeit verbessern. Der Fokus liegt auf dem Engagement des Fahrers, nicht nur auf der Geschwindigkeit.

„Es geht nicht darum, noch mehr Macht zu haben“, betonte van Meel. Strom auf die Straße zu bringen, ist ohnehin schwer zu nutzen. Sie benötigen in jeder Kurve ausreichend Drehmoment. Dafür sorgen die vier Motoren. Sie werden jedoch niemals alle gleichzeitig feuern.

„Es ist wie beim Kickboxen. Man tritt mit einem Bein. Man hat starke Arme und Beine, aber man benutzt nicht beide gleichzeitig.“

Betrachten Sie den Prototyp der BMW Vision Driving Experience. Es gab einen Ausblick auf die Technologie, die hinter zukünftigen M-Autos steckt. Die Leistung war vierstellig. Braucht ein Autofahrer auf öffentlichen Straßen 1.000 PS? Nein. Van Meel argumentiert, die Antwort sei eindeutig nein.

Der wahre Vorteil liegt in der Kontrolle. Der Computer „Heart of Joy“ verwaltet die vier Motoren. Dieses zentrale Gehirn erschließt dynamische Vorteile, die einfache PS-Diagramme vermissen. Es gleicht das Verhalten des Autos in Echtzeit aus.

Wie der EV M3 für bessere Dynamik sorgt

Die Frage ist nicht, welcher Motor auf der Geraden schneller ist. Es geht darum, welches ein besseres Kurvenerlebnis bietet. Der Benziner M3 verfügt über einen legendären Reihensechszylindermotor. Es bietet mechanisches Feedback und Sound. Aber der EV M3 bietet sofortiges Torque Vectoring.

Durch den Einsatz von vier unabhängigen Motoren kann BMW die Drehmomentverteilung schneller anpassen als jedes mechanische Differential. Dadurch entsteht eine Plattform, die von Natur aus stabil und dennoch messerscharf in ihrer Reaktion ist. Das Heart of Joy-System fungiert als Schiedsrichter und entscheidet, wie viel Kraft auf jedes Rad übertragen wird.

Du wirst diese ganze Kraft nicht spüren. Das ist nicht nötig. Sie werden die Präzision spüren. Die Kickboxer-Analogie gilt. Sie müssen nicht beide Fäuste ausstrecken, um einen Knockout-Schlag zu landen. Sie brauchen Genauigkeit. Du brauchst Balance.

Der elektrische M3 versucht nicht, den Benzin-M3 zu übertreffen. Es versucht, es zu übertreffen. Und in den Händen eines Enthusiasten könnte diese Auszeichnung das Auto einfach verkaufen.